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Jakobsweg
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Als Jakobsweg (spanisch Camino de Santiago, galicisch: Camiùo de Santiago) wird eine Anzahl von Pilgerwegen durch Europa bezeichnet, die alle das angebliche Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien (Spanien) zum Ziel haben. In erster Linie wird darunter der Camino FrancÊs verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab fßhrt und die KÜnigsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León miteinander verbindet. Diese Route, so wie sie heute noch begangen wird, entstand in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts.
Ein Pilgerfßhrer des 12. Jahrhunderts, der im Jakobsbuch (lateinisch Liber Sancti Jacobi), der Hauptquelle zur Jakobusverehrung im Hochmittelalter, enthalten ist, nannte fßr den franzÜsischen Raum vier weitere Wege, die sich im Umfeld der Pyrenäen zu einem Strang vereinigen. Nach der Wiederbelebung der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela in den 1970er und 1980er Jahren wurde der spanische Hauptweg 1993 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. 1998 erhielten auch die vier im Liber Sancti Jacobi beschriebenen franzÜsischen Wege diesen Titel. Zuvor schon hatte der Europarat im Jahre 1987 die Wege der Jakobspilger in Europa zur europäischen Kulturroute erhoben und ihre Identifizierung empfohlen.
Contents
⢠Namensherkunft
⢠Geschichte
⢠Ursprung
⢠Neuzeit
⢠Statistiken
⢠Pilgeralltag
⢠Weltkulturerbe
⢠Jakobsmuschel
⢠Trivia
⢠Literatur
⢠Grundlagen
⢠HÜrbßcher
⢠Film
⢠Musik
⢠Multimedia
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Allgemeine EinfĂźhrung
Namensherkunft
Die erste Erwähnung des Jakobsweges stammt aus dem Jahre 1047. In einer Urkunde des Hospitals von Arconada, Provinz Palencia wird die nordspanische Hauptverkehrsachse als âWeg, der seit alten Zeiten von Pilgern des hl. Jakobus und Peter und Paul begangenâ bezeichnet. Es ist die erste urkundliche Erwähnung dieser StraĂe Ăźberhaupt; sie bringt den Weg von vorneherein mit dem Grab des heiligen Jakobus in Galicien in Verbindung. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Jakobsweg auch fĂźr andere historische Routen von Jakobspilgern in Europa verwendet.
DemgegenĂźber hat sich eine internationale, 1985 vom Europarat eingesetzte und bei der Regierung der autonomen Region Galicien angesiedelte Expertenkommission auf eine Nomenklatur verständigt, nach der lediglich die nordspanische Hauptverkehrsachse die Bezeichnung Camino de Santiago (Jakobsweg) tragen soll. Alle anderen Routen werden als âWege der Jakobspilgerâ bezeichnet. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass fĂźr den Camino FrancĂŠs die Benutzung durch Jakobspilger als Hauptfunktion angenommen wird, während es sich bei den anderen Wegen um AltstraĂen gehandelt hat, die auch, aber nicht in erster Linie, den Pilgern dienten.
Der Pilgerweg wird auch als Sternenweg bezeichnet.
Ziel des Jakobsweges
Die Grabstätte in Santiago de Compostela entwickelte sich im Mittelalter neben Rom und Jerusalem zum dritten Hauptziel der christlichen Pilgerfahrt. Das Domkapitel der Kathedrale von Santiago de Compostela hat es im Laufe des 12. Jahrhunderts verstanden, noch vor Rom und anderen Pilgerzentren die ErlÜsungstheologischen Lehren der Frßhscholastik in seine Pastoral zu integrieren. Den Menschen wurde in einer einfachen Botschaft, die alle verstanden, ein versÜhnender Christus vermittelt, dessen Wirken durch die Fßrsprache des heiligen Jakobus den Menschen zuteil werde. Später wurde dieses pastorale Konzept durch die Einfßhrung von Ablässen und Heiligen Jahren nach dem Vorbild Roms untermauert.
Geschichte
Ursprung
Nach der arabischen Eroberung von al-Andalus im 8. Jahrhundert wurde die erst seit dem frĂźhen 7. Jahrhundert bezeugte Ăberlieferung, dass der Apostel Jakobus der Ăltere auf der Iberischen Halbinsel missioniert habe, in Spanien aufgegriffen. Die christlichen Nachfolgereiche des untergegangenen Westgotenreiches bedurften einer Identifikationsgestalt. Die von einer Vision veranlasste Auffindung des angeblichen Apostelgrabes im äuĂersten Nordwesten Spaniens im Zeitraum 818 bis 834 unter KĂśnig Alfonso II. von Asturien und die Legendenbildung Ăźber die Translation des heiligen Leichnams von der Hinrichtungsstätte in Jerusalem an das Ende der damals bekannten Welt boten Gelegenheit zur Befriedigung dieses BedĂźrfnisses. Die KĂśnige von Asturien und später von LeĂłn machten Jakobus zu ihrem Schutzheiligen und vertrauten ihm besonders als Schlachthelfer. Zunächst blieb der Einzugsbereich der Verehrung auf Kantabrien beschränkt. Seit etwa 930, nachdem Nordspanien geschlossen dem christlichen Herrschaftsgebiet eingegliedert wurde, sind vereinzelt Pilger aus Aquitanien und dem Bodenseegebiet nachgewiesen.
Im Schaffhauser Stifterbuch wird 1070 eine Wallfahrt dem Grafen Eberhard VI. von Nellenburg, dem âStifter des Klosters Allerheiligen zu Schaffhausen zugeschrieben: Verheiratet war er mit Ita, vermutlich aus dem Geschlecht der Grafen von Kirchberg. Mit ihr unternahm Eberhard eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela.âcite-ref-1[1]
Hoch- und Spätmittelalter
Unter dem Einfluss der Reconquista sowie der von der Abtei Cluny ausgehenden Klosterreform und der Herausbildung einer nordspanischen Städtelandschaft längs des Camino de Santiago nebst neuer Entwicklungen in der christlichen Lehre von Heil und ErlĂśsung (Soteriologie) entwickelte sich im 11. und 12. Jahrhundert eine der grĂśĂten Pilgertraditionen des christlichen Westens. Um 1075/1078 wurde mit dem Bau einer romanischen Kathedrale begonnen, die im Jahre 1120 Sitz eines Erzbischofs wurde. Im 15. Jahrhundert erlebte der Pilgerort durch die EinfĂźhrung besonderer Gnadenjahre, in denen ein vollkommener Ablass gewährt wurde, einen weiteren Aufschwung. Sein Einzugsbereich reichte bis Skandinavien und Ostmitteleuropa. Zwar existieren weder fĂźr das Hoch- noch das Spätmittelalter Hinweise auf konkrete Pilgerzahlen, aber aus englischen Pilgerschifflizenzen lässt sich fĂźr das 15. Jahrhundert erkennen, dass in den Heiligen Jahren etwa vierzehnmal so viele Pilger wie in Normaljahren nach Santiago de Compostela gekommen sind.
Neuzeit
Nach einem Niedergang der Pilgerfahrt in der frßhen Neuzeit, verursacht durch einen Verfall der Pilgeridee, die Reformation und den FranzÜsisch-Spanischen Krieg, ist seit der Mitte des 17. Jahrhunderts ein erneuter Aufschwung erkennbar. Deutlich sichtbar ist dies an einem umfassenden Bauprogramm fßr die Kathedrale, das 1657 durch den Domherrn JosÊ de Vega y Verdugo initiiert wurde und 1769 mit der Vollendung einer neuen Nordfassade seinen Abschluss fand. Nach dem Feldzug Napoleons auf der Iberischen Halbinsel lÜste eine durchgreifende Säkularisierungswelle die karitative Infrastruktur des nordspanischen Jakobsweges beinahe vollständig auf und fßhrte zu einem deutlichen Rßckgang der Pilgerzahlen, wenngleich der Pilgerverkehr auf dem Jakobsweg nie ganz zum Erliegen kam.
Die Wiederentdeckung der 1589 in Furcht vor einem englischen Seeangriff verborgenen Gebeine im Jahre 1879 brachte die Wende, vor allem, nachdem Papst Leo XIII. 1884 die Echtheit der wieder aufgefundenen Reliquien anerkannt hatte.
Ende der 20er Jahre begann der Amerikaner Walter Muir, den Liber Sancti Jacobi (Codex Calixtinus) zu Ăźbertragen, nach dem Spanischen BĂźrgerkrieg wurde er 1944 verĂśffentlicht und der Jakobsweg als Zone des Friedens wiedererĂśffnet. Noch vor dem Ende des BĂźrgerkriegs stellte Francisco Franco den Antrag, Santiago erneut zum Schutzpatron Spaniens zu machen. Von nun nutzten Franco und die Nationalisten den Heiligen, um sich mit dem âBewahrer der spanisch-katholischen Identitätâ gleichzusetzen. Das Bild des Matamoros (MaurentĂśters) wurde zum Symbol fĂźr seine faschistisch-nationalistische Politik.cite-ref-2[2]
1937 erklärte General Franco das Fest des heiligen Jakobus zum spanischen Nationalfeiertag, eine politische Instrumentalisierung in einem nationalistischen Sinn, die durch das international einsetzende Interesse an der Pilgerfahrt nach 1945 Ăźberwunden werden konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der Europa tief verwundet hinterlieĂ, fand man im Jakobsweg, was man suchte: âDer Jakobsweg mit seinen Wurzeln im christlichen Europa schaffte den idealen Weg, politische Differenzen zu Ăźberwinden und einen Kontinent mehr durch den Klang trampelnder FĂźĂe als durch Kriegstreiben zusammenzufĂźhren.âcite-ref-3[3]
In den 1950er und 1960er Jahren bildeten sich in Spanien und Frankreich Vereinigungen der âFreunde des Jakobswegesâ und auch politisch bestand weiterhin Interesse an der wissenschaftlichen Aufarbeitung und touristischen ErschlieĂung. 1950 entstand in Paris die erste Jakobusgesellschaft mit dem Anspruch, wissenschaftlich zu arbeiten.
Im Heiligen Compostelanischen Jahr 1954 fanden einige Jugendwallfahrten statt â aber vor allem Franco-Anhänger machten sich mit Pferden auf, um den Patron Spaniens zu verehren.
Aufschwung seit den 70er Jahren
Seit dem Ende der 1970er Jahre erlebt die Pilgerschaft auf dem Jakobsweg einen groĂen Aufschwung. 1982 und 1989 besuchte Papst Johannes Paul II. Santiago de Compostela und rief im Rahmen einer groĂen âEuropa-Feierâ den alten Kontinent auf, seine Wurzeln wiederzubeleben. Der Europarat erklärte 1987 den Weg zum ersten europäischen Kulturweg. Wurden damals gut 3.000 Pilger pro Jahr registriert, waren es im Jahr 2003 Ăźber 74.000 aus allen Ländern der Erde. 2004, im Heiligen Compostelanischen Jahr, kamen 179.932. Sie haben entweder den ganzen Weg oder den Weg durch Spanien, mindestens aber die letzten 100 Kilometer der Strecke zu FuĂ oder zu Pferd oder die letzten 200 Kilometer per Fahrrad zurĂźckgelegt. Dies wird mit Stempeln von einzelnen Stationen in einem Pilgerausweis verzeichnet und berechtigt zur Nutzung der preisgĂźnstigen Pilgerherbergen und zum Tragen der entsprechenden Abzeichen. In Santiago erhalten die Pilger eine Urkunde, die Compostela.
Der Aufschwung nahm in den zurĂźckliegenden Jahrzehnten folgenden Verlauf:
| Jahr | Pilger | Jahr | Pilger | Jahr | Pilger | Jahr | Pilger | Jahr | Pilger | Jahr | Pilger |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1970 | 68 | 1980 | 209 | 1990 | 4.918 | 2000 | 55.004 3) | 2010 | 272.135 1) | 2020 | 54.144 7) |
| 1971 | 451 1) | 1981 | 299 | 1991 | 7.274 | 2001 | 61.418 | 2011 | 183.366 4) | 2021 | 178.912 1) , 7) |
| 1972 | 67 | 1982 | 1.868 1) | 1992 | 9.764 | 2002 | 68.952 | 2012 | 192.488 | 2022 | 438.682 8) |
| 1973 | 37 | 1983 | 146 | 1993 | 99.436 1) | 2003 | 74.614 | 2013 | 215.880 | 2023 | 446.035 9) |
| 1974 | 108 | 1984 | 423 | 1994 | 15.863 | 2004 | 179.944 1) | 2014 | 237.886 5) | 2024 | 499.239 |
| 1975 | 74 | 1985 | 690 | 1995 | 19.821 | 2005 | 93.924 | 2015 | 262.459 | 2025 | 530.987 [ 4 ] |
| 1976 | 243 1) | 1986 | 1.801 | 1996 | 23.218 | 2006 | 100.377 | 2016 | 277.854 6) | 2026 | |
| 1977 | 31 | 1987 | 2.905 | 1997 | 25.179 | 2007 | 114.026 | 2017 | 301.036 | 2027 | 1) |
| 1978 | 13 | 1988 | 3.501 | 1998 | 30.126 | 2008 | 125.141 | 2018 | 327.378 | 2028 | |
| 1979 | 231 | 1989 | 5.760 2) | 1999 | 154.613 1) | 2009 | 145.877 | 2019 | 347.578 | 2029 | |
| 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] | 1) Heiliges Compostelanisches Jahr , wird begangen, wenn der Festtag des hl. Jakobus d. Ă. â 25. Juli â auf einen Sonntag fällt. 2) IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela 3) Europäische Kulturhauptstadt 4) 800-Jahrfeier der Vollendung der Kathedrale, XXVI. Weltjugendtag in Madrid 5) 800-Jahrfeier der vermeintlichen Pilgerreise des Hl. Franziskus nach Santiago de Compostela 6) Ăffnung der Heiligen Pforte âad instar jubilei misericordiaeâ (anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit ) 7) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 8) AuĂerordentliches Heiliges Compostelanisches Jahr 9) XXXVII. Weltjugendtag in Lissabon (Quelle: Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela) [ 5 ] |
2017 besuchten Menschen aus 177 Ländern den Jakobsweg. Nahezu die Hälfte der Besucher waren Spanier, andere kamen aus Deutschland, Italien, den USA, Frankreich oder Portugal.cite-ref-6[6] 2020 brach aufgrund der COVID-19-Pandemie die Zahl der ausgestellten Pilgerurkunden gegenßber dem Vorjahr um 84,49 Prozent ein. Der Anteil der nichtspanischen Pilger sank im Vergleich zu 2019 von rund 55 auf etwa 25 Prozent.cite-ref-7[7]
Entwicklung des Wegenetzes seit 1980
Einen Ăberblick Ăźber die ausgeschilderten Pilgerrouten nach Santiago de Compostela bietet der Artikel Wege der Jakobspilger.
1980 begann der spanische Priester ElĂas ValiĂąa Sampedro, den Camino FrancĂŠs in Nordspanien mit gelben Pfeilen zu markierencite-ref-11[11] und fĂźr den Aufbau eines Herbergsnetzes zu sorgen, nachdem er zuvor eine Doktorarbeit Ăźber die historischen und kirchenrechtlichen Grundlagen des Weges vorgelegt hatte. Neben der Jakobsmuschel dient der Flecha Amarilla als Wegmarkierung auf Schildern, Hauswänden, Steinen und Bäumen, an Zäunen und Mauern und direkt auf den StraĂen und Wegen.cite-ref-12[12] Zugleich nahmen namhafte wissenschaftliche Kongresse und Ausstellungen (u. a. MĂźnchen 1984, Gent 1985) die europäischen Dimensionen der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela in den Blick. Die wachsende Popularität des Weges war fĂźr den Europarat Anlass, sich ebenfalls dem Thema zu widmen. Seine Deklaration von Santiago de Compostela (23. Oktober 1987) erhob die Wege der Jakobspilger in Europa zur ersten europäischen KulturstraĂe (Council of Europe Cultural Route). An BehĂśrden, Vereine und Einzelpersonen erging die Aufforderung, âdie PilgerstraĂen nach Santiago in ganz Europa zu kennzeichnen und zu identifizierenâ. Zwei internationale Kongresse, die der Europarat im Oktober 1988 mit der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft auf Schloss Schney bei Lichtenfels und im September 1989 mit dem Centro Italiano di Studi Compostellani in Viterbo veranstaltete, lieferten verbindliche Grundlagen fĂźr eine Ausweisung der Routen. So betonte die Abschlusserklärung des Kongresses auf Schloss Schney âmit Nachdruck die Notwendigkeit einer streng wissenschaftlichen Identifikation der historischen Wege nach Santiago, namentlich diesseits der Pyrenäen, sowie der weiteren Spuren dieses Kultes, die sich auf schriftliche und ikonographische Dokumente wie auf Nachforschungen im Gelände stĂźtztâ. Die Erklärung hob hervor, dass dies eine âunabdingbare Voraussetzung fĂźr deren Revitalisierungâ sei.
Während des Kongresses auf Schloss Schney konnten die Mitarbeiter des Inventars historischer Verkehrswege der Schweiz (IVS) bereits umfangreiche und fachlich fundierte Wegeprojekte fĂźr die Schweiz vorstellen. Der Schwabenweg von Konstanz nach Einsiedeln und seine WeiterfĂźhrung zur Rhone gehĂśrten nach dem âCamino FrancĂŠsâ und der Via Podiensis zu den ersten ausgeschilderten Wegen der Jakobspilger.
Frankreich
In Frankreich basiert die Wiederherstellung des Wegenetzes auf einem komplexen System von Klassifizierungen, die das Centre dâĂŠtudes compostellanes in Paris in den 1980er Jahren eingefĂźhrt hat.
⢠Als Chemins de Saint-Jacques (Jakobswege) gelten lediglich die vier Hauptwege Via Turonensis, Via Lemovicensis, Via Podiensis und Via Tolosana, die bereits im 12. Jahrhundert im Pilgerfßhrer (5. Buch) des Liber Sancti Jacobi Erwähnung gefunden haben.
⢠Eine zweite Kategorie bilden die ItinÊraires. Dabei handelt es sich um weitere Strecken, fßr die historische Pilgerfßhrer oder Pilgerberichte vorliegen.
⢠SchlieĂlich gibt es als dritte Kategorie die Cheminements. Dabei handelt es sich um Routen, die durch Dokumente wie ZollbĂźcher oder Passantenlisten von Hospitälern und weitere Zeugnisse als Wege der Jakobspilger nachgewiesen sind.
Die Hauptwege wurden in Zusammenarbeit mit der FÊdÊration française de la randonnÊe pÊdestre als GR-Fernwanderwege ausgewiesen.
Deutschland
In Deutschland begann die Ausweisung von Wegen erst 1992, als der evangelische Pfarrer Paul GeiĂendĂśrfer zusammen mit sechs Jakobusgemeinden einen Pilgerweg von NĂźrnberg nach Rothenburg ob der Tauber realisierte. Dieser Weg wurde bis 1995 in Zusammenarbeit mit dem Fränkischen Albverein und dem Oberpfälzer Waldverein zum Fränkischen Jakobsweg ausgebaut, der von Tillyschanz Ăźber Schwandorf, NĂźrnberg, Heilsbronn nach Rothenburg ob der Tauber fĂźhrt.cite-ref-13[13] Als Referenzprojekt fĂźr eine entsprechend den Bestimmungen des Europarats historisch genaue Route gilt der Pilgerweg von NĂźrnberg Ăźber Ulm nach Konstanz, der zwischen 1995 und 1999 nach zwei Berichten spätmittelalterlicher Jakobspilger in enger Anlehnung an den Verlauf einer ReichsstraĂe erarbeitet wurde. Seit 1999 erarbeiten die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe das Projekt Wege der Jakobspilger im Rheinland und in Westfalen.
Im Mai 2003 wurde der MĂźnchner Jakobsweg eingeweiht, der vom Angerkloster am Jakobsplatz in MĂźnchen nach Bregenz zum Bodensee fĂźhrt und dort in die Schweizer Jakobswege einmĂźndet. In den 1990 hinzugekommenen Bundesländern entstand 2003 als erste Route der Ăkumenische Pilgerweg im historischen Verlauf der Via Regia von GĂśrlitz nach Vacha. Dort anschlieĂend wurde von 2009 bis 2013 der Sächsische Jakobsweg im Zuge der FrankenstraĂe bzw. Via Imperii zwischen Bautzen bzw. KĂśnigsbrĂźck und Hof, verbunden mit dem Jakobsweg Vogtland und dem Jakobsweg Silberberg, wieder ausgewiesen.
Seit 2005 werden die Wege der Jakobspilger in Norddeutschland mit den beiden Hauptstrecken Via Baltica von Usedom nach Osnabrßck und Via Jutlandica von Frederikshavn nach Glßckstadt, letztere in dänisch-deutscher Zusammenarbeit, erarbeitet.
In Hessen verlaufen vier Wege der Jakobspilger.cite-ref-14[14] Einer orientiert sich am Verlauf des historischen Fernhandelsweges von Leipzig nach Frankfurt am Main (Des Reiches StraĂe). Ein anderer fĂźhrt von Eisenach kommend zusammen mit dem Elisabethpfad Ăźber Marburg und Siegen nach KĂśln. Der dritte Weg beginnt in Wetzlarcite-ref-15[15] und fĂźhrt als sogenannter Lahn-Camino Ăźber Koblenz bis nach Bingen am Rhein. Ein weiterer Elisabethpfad fĂźhrt von Frankfurt Ăźber Wetzlar nach Marburg.
In Rheinland-Pfalz ist auch der Eifel-Caminocite-ref-18[18] gelegen, der von Andernach-Namedy Ăźber historische Routen der Eifel bis zur Benediktinerabtei St. Matthias in Trier fĂźhrt. Als Variante dazu gibt es seit 2008 den Mosel-Caminocite-ref-19[19], der sich auf historische Strecken entlang der Mosel orientiert und von Koblenz-Stolzenfels ebenfalls bis zur Benediktinerabtei St. Matthias in Trier fĂźhrt. Dort beginnt der Jakobsweg Trier â VĂŠzelaycite-ref-20[20] mit Verbindung zum Wegenetz in Frankreich und Spanien.
Inzwischen bilden die Jakobswege in Deutschland ein umfangreiches Wegenetz, bestehend aus Ăźber 30 Teilstrecken.
Ăsterreich
Der Hauptast des Jakobswegs Ăsterreich geht weitgehend auf eine Privatinitiative des Autors Peter Lindenthal zurĂźck, der 1997 damit begonnen hatte, durch Nachforschungen im Gelände auf Basis des mittelalterlichen Jakobsweges einen Ost-West-Weg von Wolfsthal nach Feldkirch zu erschlieĂen und sporadisch mit Holztäfelchen auszuzeichnen. Mittlerweile wurden einige Abschnitte, z. B. der Jakobsweg Weinviertel, der Jakobsweg Weststeiermark, der Jakobsweg GĂśttweigâMelk, Jakobswege in OberĂśsterreich und Salzburg, der Jakobsweg Tirol und daran anschlieĂend der Jakobsweg LandeckâEinsiedeln im Rahmen von Leader+-Projekten, von Tourismusorganisationen sowie teils in Eigeninitiative ausgeschildert.
Der 38,4 km lange Routenabschnitt durch Wien, von der Jakobskirche in Schwechat Ăźber den Alberner Hafen bis Purkersdorf, wurde ausgeschildert und am 25. Juli 2016 mit Fest und Wanderung erĂśffnet.cite-ref-21[21]
Polen
In Polen entstehen seit 2005 Wege der Jakobspilger, die in GĂśrlitz, Frankfurt (Oder) und Kamminke an das deutsche Wegenetz anschlieĂen. So wurde der Ăśkumenische Pilgerweg im Verlauf der Via Regia bis zur Grenze zur Ukraine verlängert. Auch ein Weg, der von Olsztyn (Allenstein) Ăźber GĂśrlitz und Prag fĂźhrt, wurde markiert. Es gibt auch mehrere lokale und regionale Zubringer zu den Hauptrouten des Pilgerweges.
Schweiz
Durch die Schweiz fĂźhren mehrere Ăste des Jakobwegs. Der bekannteste ist der Schwabenweg von Konstanz zum Wallfahrtsort Einsiedeln. Der Weg ist Teil der nationalen Wanderroute Nr. 4 ViaJacobi von SchweizMobil, welche von Rorschach Ăźber St. Gallen und Einsiedeln bis Genf fĂźhrt.
Die folgenden Anschlusswege fĂźhren in den ViaJacobi: Von Blumberg Ăźber Schaffhausen. Die regionale Route Nr. 43 Jakobsweg GraubĂźnden von SchweizMobil trifft vom Val MĂźstair kommend bei Amsteg in die Via Jacobi. Die regionale Route Nr. 44 Appenzeller Weg verbindet sich von Rankweil in Vorarlberg kommend bei St. Peterzell mit der Via Jacobi.cite-ref-22[22]
Luxemburg
Pilger aus Nordeuropa durchquerten im Mittelalter auch das heutige Luxemburg. Einige Funde, wie etwa eine Jakobsmuschel in einer Grabstätte in Grevenmacher,cite-ref-23[23] bezeugen dies. Von Aachen und Trier kommend folgten die mittelalterlichen Pilger vermutlich den alten rĂśmischen Trassen in Richtung Arlon, Reims und Metz, um so zu den historischen Pilgerwegen Via Podiensis (ausgehend von Le-Puy-en-Velay), Via Turonensis (OrlĂŠans), Via Lemovicensis (VĂŠzelay) zu gelangen. Dort, wo der Jakobskult in Luxemburg gepflegt wurde, fĂźhrt der Weg vorbei. Als Beispiel seien genannt MĂźnschecker, Roodt-sur-Syre und der Jakobsberg âJokesbiergâ bei Bech.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25] In den Weg angebunden wurden auch bekannte Pilgerstätten wie das Grab des heiligen Willibrordus in Echternach oder die erst in der Neuzeit entstandenen Wallfahrtsorte wie z. B. die Kathedrale von Luxemburg.
Statistiken
| Anzahl der Pilger mit Zertifikat am Ende ihrer Reise (2024) |
|---|
| 70.000 60.000 50.000 40.000 30.000 20.000 10.000 0 2.125 Jan. 2.959 Feb. 22.164 März 40.944 Apr. 69.572 Mai 63.446 Juni 58.299 Juli 68.629 Aug. 65.905 Sept. 48.694 Okt. 10.331 Nov. 3.033 Dez. |
| |
| Quelle: oficinadelperegrino.com |
Das offizielle Pilgrim's Reception Office verÜffentlicht Statistiken bzgl. jene Pilger, die ihre Reise in Santiago de Compostela beendet haben und ein Zertifikat erhalten haben. Im Jahr 2024 gab es rund 499.000 Pilger, 12 % mehr als im Vorjahr. Die meisten Pilger waren Spanier (44 %), US-Amerikaner (8 %), Italiener (6 %), Deutsche (4,9 %) und Portugiesen (4,6 %). Die beliebtesten Routen waren der Frances (47 %), Portuguese (19 %), Portuguese Costa (15 %), Ingles (5,6 %), Primitivo (4,9 %) und Norte (4,3 %). Die am häufigsten gewählten Startorte waren Sarria (32 %), Tui/Valença (11,3 %), Porto (10,5 %), Saint-Jean-Pied-de-Port (6,9 %) und Ferrol (5,7 %). Rund 93 % haben die Reise zu Fuà unternommen and 4,6 % auf dem Fahrrad. 591 Pilger reisten auf dem Pferd, 272 per Boot und 270 im Rollstuhl. Die Monate, in denen die meisten Pilger in Santiago ihre Reise beendet haben, war zwischen Mai und September.cite-ref-statistics-8-1[8]
Bezßglich der deutschen Pilger wurden folgende Statistiken verÜffentlicht: Rund 23.000 deutsche Pilger wurden gezählt. Am beliebtesten waren die Routen Portuguese Costa (35 %), Frances, Portuguese (beide 23 %), Norte (6,7 %) und Ingles (5 %). Die häufigsten Startorte waren Porto (37 %), Saint-Jean-Pied-de-Port (9,2 %), Sarria (9 %), Ferrol (6 %) und Oviedo (4,7 %). Rund 93 % waren zu Fuà und 3,4 % auf dem Fahrrad. 17 Personen ritten auf einem Pferd, 11 reisten auf einem Boot und acht im Rollstuhl. Die meisten Deutschen beendeten ihre Reise im Mai.cite-ref-statistics-8-2[8]
Kulturgeschichtliche Aspekte
Zur Jakobuslegende
â
Hauptartikel
:
Jakobus der Ăltere#Legenden
Der Name bezieht sich auf den Apostel Jakobus den Ălteren. Dieser war zusammen mit seinem Bruder Johannes einer der zwĂślf Apostel Jesu Christi (Mk 3,14-17 , Lk 6,13-14 ).
Die spanischen Jakobustraditionen haben sich unabhängig von den neutestamentlichen Angaben in den Evangelien und der Apostelgeschichte entwickelt. Die sich in zahlreichen Entwicklungsschritten zwischen dem 7. und dem 13. Jahrhundert ausgebildete Legende beinhaltet sechs groĂe Themenbereiche:
⢠Die Schilderung einer Missionstätigkeit des Apostels auf der iberischen Halbinsel
⢠Die Translation des heiligen Leichnams im Anschluss an die biblisch ßberlieferte Hinrichtung des Apostels in Jerusalem durch KÜnig Herodes Agrippa I. im Jahr 44 und die Errichtung eines Grabmals
⢠Die Wiederauffindung des Grabes zu Beginn des 9. Jahrhunderts unter Bischof Theodomir von Iria Flavia
⢠Das hilfreiche Eingreifen des Apostels in ausweglos erscheinenden Situationen bei Kämpfen gegen die Araber
⢠Die Befreiung des Jakobsweges von den Mauren durch Kaiser Karl den GroĂen
⢠Wunder, die der Apostel an Pilgern auf dem Weg und am heiligen Ort bewirkt hat.
Die spanischen Jakobustraditionen haben sich seit dem 7. Jahrhundert entwickelt, als im âBreviarium Apostolorumâ erstmals von einer Mission des hl. Jakobus auf der Iberischen Halbinsel berichtet wird. Mit Ausnahme des Isidor von Sevilla zugeschriebenen Traktats âDe ortu et obitu patrumâ ist diese Ăberlieferung in Spanien zunächst nicht aufgegriffen worden. Erst gegen Ende des 8. Jahrhunderts verstärkte sich im KĂśnigreich Asturien, dem Nachfolgestaat des zur Zeit der Araberinvasion untergegangenen Westgotenreichs, das Interesse, zur BegrĂźndung eines Legitimationsanspruchs des Jakobus als apostolischem Schutzherrn Spaniens und der asturischen KĂśnigsfamilie zu propagieren. Einen ausfĂźhrlichen Bericht Ăźber die Grabauffindung bietet gar erst die âConcordia de Antealtaresâ von 1075.
In ihrer Vollform, wie sie durch das Jakobsbuch im 12. und durch die Legenda aurea im 13. Jahrhundert Ăźberliefert ist, schildert die Legende, wie nach der Hinrichtung zwei Freunde des Jakobus den Leichnam stahlen, ihn nach Jaffa schafften und dort auf ein Schiff verluden, dessen Besatzung aus unsichtbaren Engeln bestand. Dieses Schiff war dann sieben Tage unterwegs und strandete an der KĂźste Galiciens bei Iria Flavia. Dort wurde der Leichnam auf einen Ochsenkarren verladen; an dem Ort, an dem sich die Ochsen niederlieĂen, soll er begraben worden sein.
Die legendäre Entstehung des Jakobsweges durch Kaiser Karl den GroĂen schildert das vierte Buch des Liber Sancti Jacobi, der sog. Pseudo-Turpin. Demnach habe Karl der GroĂe auf seinem Spanienfeldzug auf GeheiĂ des Apostels den Weg zum Jakobusgrab von den Mauren befreit. Mit der Einbeziehung des Karlskultes in die Jakobusverehrung konnte einerseits das Interesse der deutschen und franzĂśsischen Pilger geweckt werden, während andererseits Kaiser Friedrich I. Barbarossa und KĂśnig Ludwig VII. von Frankreich aus der Verbindung beider Legenden politische Vorrangstellungen abzuleiten versucht haben.
In den ebenfalls im Jakobsbuch und der Legenda aurea aufgezeichneten Wunderberichten spiegeln sich die psychischen Erschßtterungen, denen die Pilger auf dem Weg aus Sorge um ihr Heil ausgesetzt waren; es sind oftmals wirre Träume und bizarre Visionen, die den Mirakeln zugrunde liegen:
⢠Einer Pilgergruppe, die einen kranken Gefährten zurĂźcklieĂ, verweigert der Heilige die ErhĂśrung ihrer Bitten
⢠Einem unschuldig gehängten Jßngling wird wundersame Rettung zuteil
⢠Einem Pilger, der im Bordell sßndigte, rät der Teufel zu Kastration und Selbstmord
⢠Einem Familienvater, dem auf seiner Pilgerfahrt das Weib starb und der Esel genommen wurde, stellt der Apostel sein eigenes Grautier zur Verfßgung
⢠Ein Sßhnepilger findet bei seiner Ankunft in Santiago das Strafvergehen in seinen Papieren gelÜscht
⢠Ein Ritter, der auf seinem Weg Barmherzigkeit geßbt hat, empfängt bei seinem Tod ewiges Leben.
Pilgeralltag
Auf die Frage, wo der Jakobsweg beginne, erhält man in Spanien die Antwort: âEl camino comienza en su casaâ (Der Weg beginnt in Ihrem Haus). So handelt es sich bei dem Jakobsweg primär um eine Idee; im Mittelalter lĂśste diese Volksbewegung einen Aufbruch aus. Ăberall unterwegs entstanden zahlreiche Einrichtungen fĂźr die Betreuung und Begleitung der Pilger: KlĂśster, Stifte, Herbergen, Hospitäler, Gasthäuser und Kirchen. FĂźr die Orte entlang der Routen bedeutete der Pilgerstrom auch wirtschaftlichen Segen.
Die verbreitete Auffassung, dass Pilgerwege keiner starren Route folgten, sondern dynamische StreckenfĂźhrungen waren, ist weitgehend Ăźberholt. Die Pilgerrouten waren Ăźber lange Zeiträume Ăźberraschend konstant. Noch 1495 beschreibt der ServitenmĂśnch Hermann KĂźnig von Vach in seinem Santiago-PilgerfĂźhrer fĂźr Frankreich und Nordspanien nahezu dieselben StreckenfĂźhrungen, die bereits im Liber 5 des Jakobsbuches aus dem 12. Jahrhundert enthalten sind. In Deutschland bietet sich ein ähnliches Bild. Das spätmittelalterliche Wegenetz, das zu Beginn des 14. Jahrhunderts ausgebildet war, hat sich bis zum Beginn der Anlegung von PoststraĂen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kaum verändert. Insbesondere mittellose Pilger folgten den mit karitativen Einrichtungen ausgestatteten HandelsstraĂen.
Kunst und Architektur des Jakobsweges
Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden die Kirchen San MartĂn in FrĂłmista und San Isidoro in LeĂłn, die Kathedrale von Jaca sowie die Burgkapelle von Loarre als Vorstufen der Kathedrale von Santiago de Compostela betrachtet. Heute spricht man eher von wechselseitigen Beziehungen. Neben anderen EinflĂźssen wie der EinfĂźhrung der rĂśmischen Kirchenliturgie in den nordspanischen Reichen, der Verbreitung des cluniazensischen Reformgedankens sowie der Ansiedlung franzĂśsischer Händler und Handwerker in den Städten entlang des Camino FrancĂŠs besitzt die um 1075/1078 begonnene Kathedrale von Santiago als gebauter Ort der Jakobuspilgerfahrt eine entscheidende Wirkung auf die Architektur entlang des Pilgerweges.
Die Kathedrale gehĂśrt dem Typus der so genannten PilgerstraĂenkirchen, die zwischen 1050 und 1150 in Frankreich und Spanien Ăźber einigen der am häufigsten besuchten Pilgergräber entstanden, an. Den Prototyp fĂźr diesen Kirchentypus bildete die ehemalige Abteikirche Saint-Ătienne in Nevers. Bei der weiteren Ausformung haben enge Beziehungen zwischen den BauhĂźtten an Saint-Sernin in Toulouse sowie der Kathedrale von Santiago eine Rolle gespielt. Spätere Bauten der Gruppe sind Saint-Martin in Tours, Saint-Martial in Limoges und Sainte-Foy in Conques. Alle diese Bauten zeigen, wie sehr im Prozess ihrer Entstehung statisch-konstruktive Notwendigkeiten (Emporenhalle), liturgisch-praktische BedĂźrfnisse (Chorumgang) und ästhetisch-pastorale Architekturvorstellungen (einheitliches WĂślbsystem) ineinander gegriffen haben.
Auch in der Bauskulptur wird der thematische und stilistische Zusammenhang hochromanischer Kirchenbauten an den Pilgerwegen deutlich. Die Portale des frĂźhen 12. Jahrhunderts an Saint-Sernin in Toulouse, San Isidoro in LeĂłn und an der SĂźdfassade der Kathedrale von Santiago belegen eine enge Verflechtung der BauhĂźtten. Inhaltlich zeigt die Bauskulptur das kirchliche Interesse an einer Vermittlung der Themen BuĂe und VersĂśhnung. Die Betonung des VersĂśhnungsgedankens am PĂłrtico de la Gloria in Santiago steht in auffälligem Kontrast zu den Weltgerichtsportalen in Autun, Mâcon, Conques und SangĂźesa. Die Kathedrale von Santiago erweist sich als bewusst gestaltete Vollendung einer aus dem Wunsch nach ErlĂśsung vollzogenen Pilgerreise.
Weltkulturerbe
Spanien
In Spanien wurde seit den 1950er Jahren Anstrengungen unternommen, die historischen Bauten entlang des Jakobsweges zu schßtzen. 1962 wurde der Hauptweg offiziell zum historisch-kßnstlerischen Ensemble erklärt.cite-ref-26[26] Ab 1984 ernannte der Europarat den Weg zur Europäischen Kulturroute und erklärte seinen Schutz zum vorrangigen Ziel europäischer Kulturpolitik.
Im Jahre 1992 richtete Spanien eine gemeinsame Verwaltung des Weges und der Kulturschätze an der Strecke ein. Der Consejo Jacobeo ist eine gemeinsame Kommission des Kulturministeriums, Vertreter verschiedener anderer Ministerien, der Provinzregierungen und der autonomen Kommunen.cite-ref-27[27] 1993 erfolgte die Ernennung des Jakobsweges zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Geschßtzt wurde der gesamte historische Weg auf spanischem Territorium, wie er im Liber Sancti Jacobi als Camino FrancÊs beschrieben ist, auf einer Breite von mindestens 30 Metern beiderseits des Weges. Diese Zone verbreitert sich dort, wo auch Einzelgebäude am Weg oder ganze DÜrfer dem Denkmalschutz unterliegen. Zudem gehÜren zur Welterbestätte eine Liste von ßber 1800 Einzelbauten in 166 Städten und DÜrfern. Neben Sakralbauten aller Arten, von der Kathedrale ßber das Kloster bis zur Feldkapelle, gehÜren dazu auch Einrichtungen fßr die Versorgung der Pilger, Paläste, Privathäuser, Brßcken, Schleusen und Wegekreuze. Ihre Entstehung datiert vom 11. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Diese umfassende Auszeichnung war mĂśglich, weil nur rund 20 Prozent des Weges durch moderne BaumaĂnahmen zerstĂśrt wurden. In weiten Bereichen sind heute die StraĂen parallel zum historischen Weg angelegt, oder dieser fĂźhrt inzwischen quer Ăźber die Felder.cite-ref-28[28]
Frankreich
Bei der Ernennung des spanischen Camino FrancÊs wurde gleich angeregt, die Welterbestätte noch um weitere Wegeabschnitte in Europa in zu erweitern. In Frankreich sollte es jedoch bis 1998 dauern, bis dies realisiert wurde. Dabei wurde auch nicht, wie z. B. bei der Berglandschaft Monte Perdido, eine gemeinsame, grenzßbergreifende Stätte eingerichtet, sondern ein getrennter Antrag gestellt.
Als Hintergrund dazu ist wohl zu sehen, dass der Erhaltungszustand der Pilgerrouten in Frankreich deutlich schlechter ist. So musste zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme geleistet werden, um die historischen Wege und die mit ihnen verbundenen Bauwerke zu identifizieren. Von 5000 Kilometern Wegstrecke waren am Ende nur 157,5 Kilometer in einem Zustand, der eine Nominierung als Welterbe rechtfertigten. Von 800 Bauwerken, die mit der Pilgerfahrt in Beziehung stehen, wurde eine Gruppe von 71 besonders herausragenden Beispielen ausgewählt. Kriterien dafßr waren, dass sie den Verlauf der Wege markieren, dass sie die historische Entwicklung zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert verdeutlichen, und dass sie die Aspekte von Gebet, Ruhe, Fßrsorge und Reisen repräsentieren.cite-ref-29[29]
49 der ausgewählten Bauten stehen entlang der vier historischen Routen, die im 5. Buch des Liber Sancti Jacobi beschrieben wurden: der Via Turonensis, der Via Lemovicensis, der Via Podiensis und der Via Tolosana. 22 weitere sind auf andere Weise mit der Pilgerroute verbunden. Die geschßtzten Wegstrecken sind sieben kßrzere Teilstrecken der Via Podiensis.
Verwaltet werden die Stätten seit 1990 von der Association de CoopĂŠration InterrĂŠgionale âLes chemins de Saint-Jacques de Compostelleâ (A. C. I. R.), einem Zusammenschluss verschiedener Regionalversammlungen, Departements und Kommunen.cite-ref-30[30]
Jakobsmuschel
An allen Pilgerzielen im Mittelalter konnte man Pilgerabzeichen erwerben. Sie sollten den Pilger auf dem Heimweg und auch noch in der Heimat schĂźtzen. Das Pilgerabzeichen der Santiagopilger war (und ist) die Jakobsmuschel, die ursprĂźnglich auch als Nachweis diente, dass der Pilger die Reise tatsächlich absolviert hatte; seit dem 13. Jahrhundert wurde dies durch ein Beglaubigungsschreiben beurkundet, die heutige La Compostela. Daneben hatte die Jakobsmuschel aber auch den praktischen Wert, dass der Pilger sie zum WasserschĂśpfen verwenden konnte. DarĂźber hinaus galt die Muschel in der bildenden Kunst und Literatur des Mittelalters als äuĂeres Kennzeichen fĂźr Pilger generell. So beschreibt z. B. Gottfried von StraĂburg in seinem Tristan um 1200 zwei Pilger (wallaere), an deren Gewänder mermuschelen genäht sind (Vv.2633f). Etwa hundert Jahre später finden wir sie am Hut des Minnesängers Johannes Hadlaub in der Manessischen Liederhandschrift wieder. Heute stellt die Jakobsmuschel auch eine Orientierungshilfe dar, deren Symbol man als Zeichen des Jakobsweges an vielen Stellen des Weges findet.
Jakobusbruderschaften
Bruderschaften, die sich häufig unter das Patrozinium des Apostels Jakobus stellten, kĂźmmerten sich um das seelische und leibliche Wohl der Pilger. Ihre AngehĂśrigen grĂźndeten Hospitäler und tätigten Stiftungen zur Versorgung von Pilgern. Der Pilger, der sich durch bestimmte äuĂere Kennzeichen â Pilgerstab, Pilgerhut und relativ reglementierte Bekleidung â und auch durch sein frommes Verhalten zu erkennen gab, galt als hochachtungs- und schĂźtzenswert. Ihm zu helfen, ihm das Obdach fĂźr eine Nacht zu bieten, auch Speis und Trank, galt als allgemeine Christenpflicht. Zahlreiche Hospitalbauten in Europa zeugen von der Kraft dieser frommen Massenbewegung.
Im Zuge der Wiederbelebung der Santiagopilgerfahrt seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert wurden zahlreiche Jakobusgesellschaften und Jakobusbruderschaften neu oder wieder begrßndet, unter anderem die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft oder die St. Jakobusbruderschaft Trier. Ihre Aufgaben sind die Beratung von Pilgern, die Sorge um eine Infrastruktur der Wege (Herbergen, Ausschilderung), die Ausgabe von Pilgerausweisen, die wissenschaftliche Aufarbeitung der Pilgertraditionen und die europäische Zusammenarbeit.
Trivia
In Spanien und Frankreich wird die Urkunde La Compostela zunehmend in Bewerbungsunterlagen verwendet. Die Bewerber wollen damit zeigen, dass sie Ăźber eine Fachkompetenz hinaus auch in sozialem und spirituellem Verhalten eingeĂźbt sind.
Bekannte Pilger der Neuzeit sind Papst Johannes Paul II., der Europa-Abgeordnete Otto von Habsburg, die Schriftsteller Cees Nooteboom, David Lodge, Henrik Stangerup und Paulo Coelho, der Psychologe Hans Aebli, die Schauspielerin Shirley MacLaine, die Schauspieler Kristian Kiehling und Ulrich Reinthaller, die Entertainer Hape Kerkeling, Frank Elstner und Alexander RĂźdiger, der Sänger DJ Ătzicite-ref-31[31], die Malerin Diane Herzogin von WĂźrttemberg und die US-amerikanische Präsidententochter Jenna Bush.
Im Jahre 2007 machte sich der âKerkeling-Effektâ auf dem Camino francĂŠs bemerkbar. Kerkeling schrieb im Mai 2006 das Buch Ich bin dann mal weg Ăźber seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg im Jahr 2001, das zum meistverkauften Buch des Jahres 2006 (Ăźber zwei Millionen verkaufte Exemplare) in Deutschland wurde. Nach Angaben der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft stieg die Zahl der deutschen Pilger, die bei ihrer Ankunft in Santiago registriert wurden, im Vergleich zum Vorjahr Ăźberproportional von 8.097 auf 13.837. Dabei waren zwĂślf Prozent aller Pilger, die in Santiago ankamen, Deutsche.
Der 69-jährige ehemalige Trainer der spanischen FuĂballnationalmannschaft, Luis AragonĂŠs, machte im April 2008 sein GelĂźbde bekannt, zusammen mit seiner Frau nach Santiago de Compostela zu pilgern, wenn Spanien die XIII. FuĂball-Europameisterschaft 2008 gewinnen sollte. Spanien gewann.
2021 wurde das letzte reguläre heilige Jakobusjahr (am Sonntag, dem 25. Juli 2021) gefeiert. Papst Franziskus hat aufgrund der Coronapandemie einer Verlängerung des Heiligen Jahres bis zum 31. Dezember 2022 zugestimmt. Die Heilige Pforte in Santiago de Compostela blieb somit auch 2022 geÜffnet.
Literatur
Grundlagen
⢠Pierre Barret, Jean Noel: Unterwegs nach Santiago, Auf den Spuren der Jakobspilger. Herder Verlag, Freiburg 1982, ISBN 3-451-19709-X.
⢠Yves Bottineau: Der Weg der Jakobspilger. Aus dem FranzÜsischen. (April). Bastei-Lßbbe-Taschenbuch, Bergisch Gladbach 1992, ISBN 3-404-64111-6, S. 364.
⢠Paolo Caucci von Saucken: Pilgerwege. Santiago de Compostela. Lizenzausgabe Verlagsgruppe Weltbild, Augsburg 2004, ISBN 3-8289-3593-1, S. 387.
⢠Andreas Drouve, Erich Spiegelhalter, Martin Schulte-Kellinghaus: Jakobsweg. Mythen & Legenden. Stßrtz Verlag, Wßrzburg 2008, ISBN 978-3-8003-1895-7.
⢠Andreas Drouve (Hrsg.): Der Jakobsweg: Ein literarischer Reisefßhrer. Lambert Schneider, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-650-23835-1, S. 144.
⢠Roland Girtler: Irrweg Jakobsweg. Die Narbe in den Seelen von Muslimen, Juden und Ketzern. Edition Gutenberg/Leykam Buchverlag, Graz 2005, ISBN 3-900323-85-2.
⢠Patrick Heiser, Christian Kurrat: Pilgern gestern und heute. Soziologische Beiträge zur religiÜsen Praxis auf dem Jakobsweg. Lit-Verlag, Mßnster/Berlin 2012, ISBN 978-3-643-11889-9.
⢠Klaus Herbers: Jakobsweg. Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt. Beck, Mßnchen 2006, ISBN 3-406-53594-1.
⢠Heinrich Kanz: Die Jakobswege als erste europäische Kulturstrasse. Wanderpädagogische Reflexionen. Lang, Frankfurt a. M, Berlin, Bern, New York, Paris, Wien 1995, ISBN 3-631-48407-0.
⢠Christoph Kßhn: Die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela. Geschichte, Kunst und Spiritualität. PlÜttner Verlag, Leipzig 2005, ISBN 3-938442-01-8.
⢠Gioia Lanzi, Nando Lanzi: Der Jakobsweg. Geschichte und Kultur. Primus Verlag, Darmstadt 2012, ISBN 978-3-86312-305-5, S. 240.
⢠Peter Lindenthal: Peregrinatio Compostellana anno 1654 â Die abenteuerliche Pilgerreise des Christoph Guntzinger von Wiener Neustadt nach Santiago. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2014, ISBN 978-3-7022-3303-7, S. 293.
⢠Wolfgang Lipp: Das Erbe des Jakobus. Zur Vorgeschichte und Geschichte, zur theologischen und religiÜsen Bedeutung der Jakobuswallfahrt. Mit einem Anhang ßber die deutschen Pilgerwege. C-&-S-Verlag, Laupheim 2008, ISBN 978-3-937876-18-4.
⢠ItzĂar LĂłpez Guil, LuĂs Manuel Calvo Salgado (Hrsg.): El camino de Santiago. Encrucijada de saberes. Vervuert, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-86527-616-2.
⢠Katharina Maak: Der Jakobsweg als Faktor touristischer Entwicklung in ländlichen Regionen. Castilla y León und Brandenburg im Vergleich. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2010, ISBN 978-3-8300-5115-2.
⢠Bettina Marten: Der spanische Jakobsweg â Ein Kunst- und KulturfĂźhrer. Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-018792-0.
⢠St. Jakobusbruderschaft Trier (Hrsg.): Pilgern auf Jakobswegen im Wandel. Entwicklungen â aktuelle Herausforderungen â Trends. Echter-Verlag, WĂźrzburg 2023, ISBN 978-3-429-05905-7.
⢠Michael Vogler: Der Jakobsweg als mystischer Lehrpfad. Vom tieferen Sinn des Pilgerns. Grin Publishing, Mßnchen 2012, ISBN 978-3-656-18527-7.
Drama/Belletristik
⢠Paulo Coelho: Auf dem Jakobsweg: Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Diogenes, Zßrich 1999, ISBN 3-257-23115-6.
⢠Anton Dietzenschmidt: Die St. Jakobsfahrt. Eyn Legendenspiel in drey Aufzßgen. Oesterheld, Berlin 1920.
⢠Ulrich Hagenmeyer: Das Ziel ist der Weg. Auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Kreuz Verlag, 2003, ISBN 3-451-61025-6.
⢠Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg â Meine Reise auf dem Jakobsweg. Malik Verlag, MĂźnchen 2006, ISBN 3-89029-312-3.
⢠Tim Moore: Zwei Esel auf dem Jakobsweg. Wie ein Engländer sein Herz an Spanien verlor. Piper, Mßnchen 2009, ISBN 978-3-492-25144-0.
⢠Felix Bernhard: Dem eigenen Leben auf der Spur: Als Pilger auf dem Jakobsweg. Scherz, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-502-15093-0.
⢠Eduard Freundlinger: Wie ich vom Weg abkam, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Meine Pilgerreise. Allitera Verlag, Mßnchen 2016, ISBN 978-3-86906-961-6.
⢠Herbert Hirschler: Himmel, Herrgott, Portugal: Der portugiesische Jakobsweg. Leykam, Graz 2017, ISBN 978-3-7011-8045-5.
HĂśrbĂźcher
⢠Auf dem Jakobsweg â Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-89843-949-6 (F.A.&Z.-Audio-Dossier).
⢠Klaus Herbers: Jakobsweg â Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt. AME hĂśren, 2008, ISBN 978-3-938046-84-5 (160 Min. Gelesen v. Olaf Pessler, 2 Audio CDs).
⢠Raimund Joos, Elisabeth Graf, Ludwig MĂśdl: 1000000 Schritte â Jakobsweg live: EindrĂźcke, Begegnungen, Geschichte und Spiritualität. Auditorium Verlag, Schwarzach 2008, ISBN 978-3-8302-8511-3 (8 CDs).
⢠Shirley MacLaine: Der Jakobsweg. Steinbach Sprechende Bßcher, 2008, ISBN 978-3-88698-043-7 (4 CDs).
Film
⢠Die MilchstraĂe (La voie lactĂŠe) von Luis BuĂąuel, Frankreich 1969
⢠La Chanson de Roland von Frank Cassenti, Frankreich 1978
⢠Nach Santiago! Eine PilgerstraĂe ans Ende der Welt. Dokumentarfilm von Friederike Hassauer und Peter Roos, Erstausstrahlung WDR III 1982
⢠St. Jacques â pilgern auf franzĂśsisch, (franzĂśsischer Originaltitel Saint-Jacques⌠La Mecque), Regie Coline Serreau, Frankreich 2005
⢠BrĂźder III â Auf dem Jakobsweg, dritter Teil einer Ăśsterreichischen Film-Trilogie, Ăsterreich 2006
⢠Al final del camino von Roberto Santiago, Spanien 2009
⢠Dein Weg (Originaltitel: The Way) von Emilio Estevez, USA 2010
⢠Camino de Santiago, Dokumentarfilm von Jonas Frei, Schweiz 2015
⢠Ich bin dann mal weg, Deutschland 2015
⢠Footprints â Der Weg deines Lebens, Deutschland 2018
⢠Mein härtester Weg â Pilgern nach Santiago de Compostela, Deutschland 2019
Musik
⢠Dick Le Mair: Impressions of a Pilgrimage 2-CD-BOX, Melodia, Frechen 2007, EAN 4 260 153 820023
⢠The Chieftains: Santiago, 1996
Multimedia
⢠Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Jakobswege DVD â Wege der Jakobspilger im Rheinland, 1 barrierefreie DVD-ROM. J. P. Bachem Verlag, KĂśln 2005, ISBN 3-7616-1976-6.
Weblinks
Commons
: Jakobsweg
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Jakobsweg
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wiktionary: Pilger
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikivoyage: Jakobsweg
â ReisefĂźhrer
⢠Literatur ßber den Jakobsweg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Literatur ßber den Jakobsweg im Katalog der Bibliothek des Instituto Cervantes in Deutschland
⢠Zeitleiste zur Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela Teil 1, Teil 2
⢠Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e. V.
⢠Deutsche Jakobswege
⢠Dachverband Jakobsweg Schweiz
⢠Schweizerische Vereinigung der Freunde des Jakobsweges
⢠Jakobsweg Schweiz
⢠Buchreihe Jakobus-Studien
⢠Eintrag des spanischen Jakobsweges in der Welterbeliste der UNESCO whc.unesco.org (englisch) (franzÜsisch)
⢠Eintrag der franzÜsischen Jakobswege in der Welterbeliste der UNESCO whc.unesco.org (englisch) (franzÜsisch)
⢠Eintrag der Wege der Jakobspilger als KulturstraĂe Europas culture-routes.lu (englisch) (franzĂśsisch)
⢠Seite des Centro Virtual Cervantes mit einer detaillierten Beschreibung aller historischen Orte und Bauwerke am Camino FrancÊs (spanisch)
⢠Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion e. V. mit umfangreicher Literaturliste als PDF
⢠Patrick Heiser: Datenerhebung mittels narrativer Interviews. Erzähltheorie â Methodisches Vorgehen â Forschungsbeispiel. (fernuni-hagen.de auf fernuni-hagen.de)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Franz Joseph Mone: Leben des Grafen Eberhard III. von Nellenburg. In: Quellensammlung der badischen Landesgeschichte, Bd. 1., Karlsruhe 1848, âsetzt nach der Schilderung im Stifterbuch die Wallfahrt nach Santiago de Compostela in Spanien um 1070 an.â In: Heinz Gallmann: Das Schaffhauser Stifterbuch. Legende um Stifter und Stiftung des Klosters Allerheiligen. UVK Universitätsverlag Konstanz, 1995, 104 und 125.
cite-note-22. â Lara Buschmann: Jakobskult, Kapitel Jakobus als nationaler Identitätsstifter während des Franquismus. In: Jakobswege in Brandenburg. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 29. Januar 2018; abgerufen am 5. Januar 2014. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.brandenburger-jakobswege.de
cite-note-33. â Nancy L. Frey: Santiagopilger unterwegs und danach. S. 326.
cite-note-41. La Voz de Galicia, 2. Januar 2026, abgerufen am 3. Januar 2026
cite-note-52. Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela
cite-note-66. â Lola Parra Craviotto: Die Erfindung des Jakobsweg. In: Le Monde diplomatique. 9. August 2018, abgerufen am 11. August 2018.
cite-note-77. â Statistiken des Domkapitels der Kathedrale von Santiago de Compostela
cite-note-statistics-88. Statistics â Pilgrimâs welcome office. Abgerufen am 3. Februar 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-93. â FlightConnections - All flights worldwide on a flight map. Abgerufen am 3. Februar 2025 (englisch).
cite-note-104. SNCF Connect. Abgerufen am 3. Februar 2025 (englisch).
cite-note-1111. â ElĂas ValiĂąa, el hombre de la flecha amarilla. 13. Dezember 2023, abgerufen am 27. Juni 2024 (europäisches Spanisch).
cite-note-1212. â Las flechas amarillas del Camino de Santiago: Esta es su historia. Abgerufen am 27. Juni 2024 (spanisch).
cite-note-1313. â Fränkischer Albverein (Hrsg.): Auf dem Jakobsweg von Tillyschanz Ăźber Schwandorf nach NĂźrnberg. Verlag Seehars, 97215 Uffenheim 1997, ISBN 3-927598-22-4, S. 6.
cite-note-1414. â Deutsche Jakobswege Ăbersicht auf deutsche-jakobswege.de, abgerufen am 25. Mai 2015.
cite-note-1515. â Wolfgang Scholz: Lahn-Camino und Rhein-Camino. Conrad Stein, Welver 2019, ISBN 978-3-86686-617-1.
cite-note-1616. â Wanderkarte Rhein-Main-VergnĂźgen: Der Jakobsweg von der Fulda an den Main, abgerufen am 11. Juli 2011.
cite-note-1717. â HunsrĂźcker Jakobsweg. Tourenplaner Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 19. Dezember 2014.
cite-note-1818. â Der Eifel-Camino - Auf den Spuren der Jakobspilger. Abgerufen am 15. Oktober 2022.
cite-note-1919. â Mosel-Camino. Abgerufen am 15. Oktober 2022 (deutsch).
cite-note-2020. â Isolde Bilsdorfer: Trier â VĂŠzelay / Le Puy-en-Velay. In: St. Jakobusbruderschaft Trier e. V. 31. August 2013, abgerufen am 15. Oktober 2022 (deutsch).
cite-note-2121. â web.archive.org Jakobsweg durch Wien: Vom Alberner Hafen 38 km bis Purkersdorf, kathpress.at, 21. Juli 2016, abgerufen am 25. Juli 2016.
cite-note-2222. â Eine Variante dieses Weges Ăźber Blumberg fĂźhrte durch das Wutachtal nach Rheinheim (KĂźssaberg) und Zurzach.
cite-note-2323. â Jakobsmuschel in Grevenmacher S.8,auf grevenmacher.lu . Abgerufen am 2. Dezember 2015.
cite-note-2424. â Jakobsweg in Luxemburg@1@2Vorlage:Toter Link/www.caminosantiago.lu (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2025. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂźfe den Link gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.,auf caminosantiago.lu . Abgerufen am 2. Dezember 2015.
cite-note-2525. â offizieller Katasteramt: Jakobsweg in Luxemburg,auf tourisme.geoportail.lu . Abgerufen am 2. Dezember 2015.
cite-note-2626. â Span. Conjunto histĂłrico-artĂstico Seite des spanischen Kulturministerium zur Welterbestätte Jakobsweg
cite-note-2727. â KĂśnigliches Dekret 1095/1997 (spanisch). In: mcu.es (PDF; 25 kB)
cite-note-3030. â Website der A. C. I. R. (franzĂśsisch).
cite-note-3131. â DJ Ătzi geht den Jakobsweg. Abgerufen am 26. Januar 2022.